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Else Lasker-Schüler

1700 Jahre jüdische Literatur in Deutschland

Beginn Donnerstag, 16.12.2021, 19:00 - 21:15Uhr
Kursgebühr 12,00 € bei Buchung der 5 Termine der Literaturreihe ermäßigt sich der Kurspreis auf insgesamt € 48.
Dauer 1 Termin
Kursleitung Rüdiger Krüger

- Onlinevortrag in Kooperation mit der vhs Puchheim -


Als Else Lasker-Schüler in Elberfeld geboren wurde, stand der deutsch-französische Krieg und die anschließende Reichsgründung kurz bevor. Als die inzwischen berühmte Schriftstellerin in Berlin ihre ersten Erfolge als expressionistische Lyrikerin mit speziellen Perfomances als Prinz Jussuf von Theben feierte, begann kurz darauf der erste Weltkrieg. Ihr zweites Theaterstück "Arthur Aronymus und seine Väter" wurde 1933 kurz vor der Premiere im Berliner Schillertheater durch die gerade an die Macht gekommenen Nationalsozialisten vom Spielplan genommen. Sie starb kurz vor Ende des 2. Weltkrieges an ihrem Sehnsuchtsort Jerusalem.

An Else Lasker-Schüler kann die fragile Existenz einer deutschen Schriftstellerin jüdischen Glaubens von der Reichsgründung bis zum Zivilisationsbruch der Nazis exemplarisch vorgestellt werden. Zugleich soll an diesem Abend der letzthin vergebliche Versuch gezeigt werden, jüdische und christliche Kultur in Deutschland einerseits gegenseitig zu verstehen und andererseits über die Differenzen hinweg zu versöhnen.

Die Veranstaltungsreihe findet online über das System der vhs.cloud statt. Rechtzeitig vor Beginn erhalten Sie die online Zugangsdaten direkt von der vhs Puchheim.
Zusätzlich zur Videoübertragung werden in der vhs.cloud weitere spannende Unterlagen zum Thema zur Verfügung gestellt.
Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltungsreihe erhalten Sie im Vorfeld auch auf der Homepage www.vhs-puchheim.de.

Bitte beachten Sie: Es gelten die AGB der durchführenden vhs.



Bitte Kursinfo beachten

Diese literarische Veranstaltungsreihe erinnert an 1700 Jahre jüdisches Leben auf deutschem Boden. Grundlage ist ein Dekret des römischen Kaisers Konstantin von 321, das in späteren Abschriften in der Bodmeriana in Genf und im Vatikan überliefert ist. Das Schreiben an die "decurionibus Agrippiniensibus", die Stadtväter Kölns, beweist, dass es spätestens seit Beginn des 4. Jahrhunderts Menschen jüdischen Glaubens in Köln und damit wohl auch andernorts im nördlichen Westeuropa gegeben haben muss. Anhand von fünf ausgewählten Beispielen vom Mittelalter über die Aufklärung bis ins 19. Jahrhundert und mit Beispielen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts soll den Autor:innen nachgespürt werden, die sich der jüdischen Kultur zugehörig fühlten.

Kursort

vhs cloud


Termine

Datum
16.12.2021
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Mein-Endgerät-Weg 1, 99999 Wo ich will